Das UST-Verfahren

Generell gilt, dass nur Testgasverfahren mit Helium den zuverlässigen Nachweis der Gasdichtheit erlauben. Im Gegensatz zu den klassischen Überdruck-Testgasverfahren nutzt das UST-Verfahren den Partiellen-Vakuum-Effekt, so dass die Dichtheit von Prüflingen bei Normaldruck (atmosphärischer Druck) mit der gleichen Systemempfindlichkeit, wie mit dem Vakuum-Testgasverfahren, nachgewiesen werden kann. Dieses erlaubt es, gegenüber dem Vakuum-Testgasverfahren, wesentlich kostengünstiger, insbesondere im Bereich der Ad-Hoc-Prüfung, Prüflinge zu prüfen. Somit erlaubt erstmalig ein Überdruck-Testgasverfahren die Gasdichtheit von Prüflingen mit der gleichen Systemempfindlichkeit wie den Vakuum-Testgasverfahren nachzuweisen.  Zum Nachweis der Gasdichtheit mit dem UST-Verfahren wird der Prüfling in eine Hülle eingehüllt. Nach dem Einhüllen des Prüflings wird die Hülle über eine Regelvorrichtung mit einem von Helium befreiten Gas beaufschlagt. Ab einer Systemleckrate von 1x10¹¹ mbar·l/sec beginnt die Regelvorrichtung den Gasstrom so weit zu reduzieren, dass der von der Hülle eingeschlossene Prüfling zur Bestimmung der Gasdichtheit mit Helium beaufschlagt werden kann. Dabei erlaubt die Bestimmung des Helium-Konzentrationsverlaufes während der Beaufschlagung mit Helium den Nachweis der Gasdichtheit des Prüflings durch die Berechnung der Leckagerate über den Helium-Konzentrationsverlauf.

Im Vergleich mit klassischen Testgas-Verfahren

Quelle: ZfP-Zeitung 74, Neue Norm zur Auswahl eines geeigneten Verfahrens zur Lecksuche und Dichtheitsprüfung, Gerald Schröder, April 2001